Donnerstag, 12. November 2015

Eternal Lies - Akt 2.1 Mexiko

Im zweite Akt der Eternal Lies Kampagne startete die Gruppe ihre Ermittlungen in Mexiko Stadt. Diese Entscheidung war zwar nachvollziehbar, wobei es für jeden Ort gute Gründe gab, bereitete mir aber ein wenig Bauchschmerzen. Dieser Kampagnenabschnitt gehört meiner Meinung nach zu den Schwächeren und weißt im Kontext der Gesamtkampagne ein paar Probleme auf. Diese kann ich hier leider nicht im Detail erläutern, da meine Spieler hier wahrscheinlich mitlesen. Aber vielleicht komme ich später noch einmal darauf zurück. Ausserdem hat der Mexiko Plot einige Parallelen mit den vorangegangen Ereignissen in Los Angeles. Das ist zwar nicht schlimm, aber anders wäre es etwas Abwechslungsreicher geworden.

Wie auch Los Angeles, hat Mexiko einen sehr guten Aufbau. Der Teil ist aber auch lange nicht so verschachtelt wie Los Angeles, dafür gibt es aber einige Längen. Deshalb habe ich mich an den Empfehlungen von The Alexandrian orientiert und einiges rausgekürzt. Die Party wurde in die La Paz Bar verlegt und das Finale im Studiobunker wurde stark modifiziert. Auch die Reihenfolge der Clues habe ich ein wenig angepasst. Die Fan-Handouts, insbesondere das Prop Paket von Alexandrian, leisteten wieder hervorragende Dienste und beheben das mMn größte Manko der Kampagne: Viele der neuen Handouts machen Zusammenhänge und wichtige Informationen transparenter als die alleinige Kampagne.

Insgesamt haben wir 5 Sessions in Mexiko verbracht. Hier ein paar bemerkenswerte und interessante Punkte aus unserer Runde:
  • Die Ermittlungen verliefen zu Beginn wie vorgesehen. Auffällig war das die Spieler den Kontakt mit der Polizei o.ä Behörden direkt vermieden haben.
  • Es gab sehr wenig direkte Konfrontationen. Der Schnüffler wurde clever überrumpelt und beim Zusammentreffen mit dem Scharfschützen und den Vögeln nahm man schnell die Beine in die Hand. Da die Truppe sowieso nicht besonders kampfstark ist, habe ich die Konflikte auch nicht unnötig forciert.
  • Die Spieler hielten sich lange an der Frage, wie Cortez sich so lange im Studio versteckt konnte, auf. Um dieses Rätsel zu klären nutzte ich eine der unbeantworteten Nachrichten in Brooks Penthouse. (siehe Prop Paket von Alexandrian)
  • Schnell kam die Vermutung auf, dass La Luz sich verwandelt haben könnte. Bis zum Ende waren aber nicht sicher ob sie nun Anführer oder Brooks Opfer ist
  • Als es Dr. Preisendanz zu viel wurde, schnappte er sich irgendwann eine der gefundenen Schallplatten, sowie etwas Nektar und schloss sich in seinem Hotelzimmer ein. Das Lied und der Nektar bewirkten allerdings keine Entspannung, sondern führten zu plötzlichen Gewaltausbrüchen. Diese fanden erst als die anderen Eingriffen ein Ende. Ich bin gespannt wie das Thema weiter geht und wie die Gruppe damit umgehen wird.
  • Lange vermutete man, dass Brooks die Aufnahmen in Yucatan fortsetzt oder dies vor hat.
  • Die Fanhandouts haben auch einen Nachteil: Manchmal versteifen sich die Spieler auf Details die überhaupt keine Rolle spielen. So wurde sich lange mit Details auf einen Foto von Dominguez Expedition beschäftigt. 
  • Um mehr über Brooks' Vorhaben in Yucatan zu erfahren traf sich die Gruppe mit einen Archäologie Professor. Um diese Szene zu improvisieren finden sich passende Infos im Yucatan Kapitel.
  • Eine Session wurde fast vollständig dazu genutzt die gesammelten Informationen in zwei Mind Maps aufzuarbeiten. Besonders die Problematik um die Frage "Welcher Kult hat welche Überzeugung?" wurde hierdurch klarer.
  • Die Gruppe war sich auch sehr lange nicht sicher wie weit man im Fall der Fälle gehen wolle, Bevor die Gruppe sich auf den Weg zum Studio machte, zitierte Preisendanz: "Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen. 2. Mose 22,17". Damit war die Sache ziemlich klar.
Das Finale von Akt 2.1 Mexiko
Wie bereits in Los Angeles, wurde auch hier das Finale besonders spannend. 
Das Zusammentreffen mit der Band, den Schlägern und dem Abschluss im geheimen Studio haben wir in der letzten Session gespielt. Für das Studio habe ich eine Karte verwendet, die ich über Roll20 Stück für Stück freigelegt habe. Das Handling ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Technik ist der Kartenverwendung um Spieltisch mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar überlegen.
Zutritt zum Studio verschaffte sich die Gruppe über die Ruinen. Der Studiobreich selbst war menschenleer, erst von weiter unten konnte man leisen Gesang hören. Dank Preisendanz Experimente mit den Tonaufnahmen war die Gruppe auf den Gesang vorbereitet und hat sich Wachs für die Ohren präpariert. Dies brachte ihnen +1 auf die Stabilitätsproben gegen den Gesang.
Die ganze Todesfallengeschichte habe ich gestrichen und die Anwesenden im Keller habe ich, bis auf La Luz, vorher ausgewürfelt. So waren dort nur 2 Nektarfarmer, Brooks und La Luz. Die beiden Farmer wurden problemlos überwältigt. 
Doch dann kam der Schlund des "Dings mit den 1000 Mündern". Die Überwindung des Schlundes hat einiges an Stability und Sanity gekostet. Montgomery wurde von der Zunge gepackt und hineingezogen und bei seinen Rettungsversuch wäre Preisendanz fast hinterher gefallen. Doch gemeinsam konnte Montgomery aus dem Schlund befreit werden. Auf der anderen Seite machte Fitz-Gerald mit Brooks und La Luz kurzen Prozess. Während seine beiden Begleiter dabei waren das Himmelbett brennend in den Schlund zu schieben, wollte Montgomery sich vergewissern, das La Luz wirklich tot ist. Dabei wurde ihm hier wahre Gestalt erst deutlich. Diese Offenbarung gab ihm den Rest und hat ihm seine erste Geisteskrankheit eingebracht. Seinen Schockzustand konnte Preisendanz erst beenden als er ihm an seine Schwester und ihre Familie erinnerte (Psychanalyses Test, der 2 Stabilität zurück brachte).
Als das brennende Bett in den Schlund stürzte beendeten wir die Session. Aber zuvor füllte Preisendanz noch seinen Flachmann mit Nektar voll...

Als nächstes ist Äthiopien geplant. Hauptargument hierfür ist, dass sich die Gruppe mehr Informationen zu den ursprünglichen Kult und der wahren Identität hinter den Mündern erhofft.

Montag, 2. November 2015

[RPG-Blog-O-Quest] #002 November ’15 – Fanmaterial

Vom Würfelhelden und Greifenklaue wird der monatliche RPG Blog O Quest veranstaltet. Wer da mehr zu wissen will klickt die Links.
Für mich eine willkommene Gelegenheit mein Blog voll zu spammen.


1. Meine erste Quelle für von Fans generiertes Material ist nicht wirklich existent. Ich suche nie gezielt "Fanmaterial", sondern eher Material. Wenn das gesuchte Material jetzt bspw. der Grundriss einer Kirche ist, dann hat meine Quelle wahrscheinlich wenig mit Fanmaterial zu tuen. Und wenn ich konkretes Material zu System X oder Abenteuer Y suche, dann zapfe ich alle Quellen an die ich auftreiben kann. Einen Favoriten gibt es da nicht.

2. Hast Du schon Fanmaterial erstellt? Nicht wirklich. Ich hab auch ehrlich gesagt keine Lust Fanmaterial zu erstellen. Das meiste Zeug wird meiner Einschätzung nach eh nicht eingesetzt und wenn doch, dann ist das Feedbackverhalten der Nutzer echt beschissen.
Aber vielleicht kann man meine Berge des Wahnsinns Berichte/Überarbeitung/Fazit/Warnung als Fanmaterial bezeichnen?

3. Fanzines sind das Thema des RSP-Blog-Karnevals im November. Welches ist (war) Dein liebstes? Jo, ein ganz tolles Thema, das meiner Meinung nach viel zu speziell ist. Ich war nie ein Fan von Fanzines. Cthulhus Ruf mal ausgenommen. Aber das hat von Qualität und Anspruch auch nicht so viel mit den üblichen fotokopierten und mit Krackelzeichnungen beschmückten Altpapierheften zu tuen ;)
Im übrigen fänd ich es nicht schlecht wenn die Blog o Quest Themen nichts mit dem Karneval zu tuen hätten. Aber vielleicht ist das auch dem Altpapier Fanzine Mogul Greifenklaue geschuldet, der Karnevals-Themenvorschlag kam schließlich auch von ihm ;)

4. Wünschen würde ich mir Fanmaterial zu publizierten Abenteuern und Kampagnen, weil die Einsatzwahrscheinlichkeit für mich viel höher ist, als mit generischen Kleckerkram. Und wenn ich schon beim Wünschen bin, dann insbesondere zu Armitage Files und Dracula Dossier.

5. Zuletzt hab ich das umfangreiche Fanmaterial zu Eternal Lies genutzt und das ist saugut.