Donnerstag, 27. November 2014

Berge des Wahnsinns - Tag Zwei in der Stadt hinter den Bergen

Hier die Übersicht der bisherigen Berichte.
[Spielleiterkommentare in blau]

Auf ihren Rückweg ins Lager zog ein unheimlicher Nebel über die Stadt. Dort angekommen, berichteten Burroughs, Sinclair und Gilmore von ihren Entdeckungen und auch die anderen hatten einiges zu Erzählen. Aber trotz des erfolgreichen Tages war die Stimmung im Team irgendwie bedrückend.
Aufgrund der entdeckten Aufzeichnung der Polwesen, war Gilmore ziemlich aufgebracht. Nach einen längeren Gespräch mit Dr. Sinclair konnte er sich aber wieder etwas beruhigen. [Gilmore war inzwischen im negativen Stabilitybereich, weshalb Sinclair einige seiner Psychoanalysis Punkte investierte um ihn wieder etwas aufzubauen.]
Die Nacht verlief für alle ziemlich unruhig. Am nächsten Morgen wollte Dr. Sinclair der Ursache auf den Grund gehen und befragt deshalb einige der Männer. Maurice Cole berichtet beispielsweise, das er in seinen Traum die Stadt eisfrei und grün bewachsen war. [Die Trail Konvertierung geht leider nicht auf die Träume ein. Um das Thema dennoch irgendwie für die SCs abzubilden, habe ich die Tabelle auf S.108/109 in Band 2 auf einen Wurf von 1W6+aktuelle Stabilitätspunkte umgestellt.]
Danach machten sich die Drei auf den Weg in die Stadt. Nachdem sie den großen Platz verließen, betraten sie ein hohes, quadratisches Gebäude. Von dessen Dach versprachen sie sich einen guten Überblick der näheren Umgebung. Die Räume im Inneren waren verwirrenderweise fünfeckig und leergeräumt, aber es gab wieder zahlreiche Abbildungen an den Wänden, So fanden sie unter eine mehrere Millionen Jahre alte Karte der Erdoberfläche [Geology Punkteinsatz] und eine detaillierte Abbildung des Sonnensystems. Andere Abbildungen zeigten das die Polwesen eine amorphe Sklavenrasse, die ihnen als Nahrung und Arbeitskraft diente, züchteten.
Vom Dach des Gebäudes konnte sie eine, nicht besonders weit entfernten Stufenpyramide ausmachen. Diese wurde ihr nächstes Ziel. Die Pyramide schien oben eine Öffnung zu haben. Oben angekommen stellte sich die Öffnung als eine Tür aus versteinertem Holz heraus. Innen war ein "pyramidenförmiger" Raum mit schwarzen Obsidianwänden und kleinen Quarzeinschlüssen, die Dr. Burroughs als Sternenkonstellationen deutete. Gilmore macht ein Foto und Burroughs fertigte eine Zeichnung an, um später Berechnungen des Alters der Pyramide machen zu können. [Dank Astronomy und Photography wurden die Aufzeichnung sehr präzise]
Auf ihren Weg zurück zum Lager machten sie noch einen Abstecher zu einen auffälligen Turm. Sinclair stürzt dabei fast in ein Eisloch, aber es ging noch glimpflich aus. Der ca. 70m hohe Turm schien als sei er zur Hochzeit der Polwesen erbaut worden. [Da die Gruppe inzwischen aus jeder Epoche ein Gebäude besichtigt hat, durfte Burroughs sich für einen Punkt Architecture die Fähigkeit, die Bauepoche der Gebäudes zu identifizieren, erkaufen.Innen schlängelte sich eine Rampe nach oben und unten. Die Abbildungen an den Wänden zeigten Kämpfe mit geflügelten, insektenartigen Invasoren aus dem All, die in der Zeit des Jura auf die Erde kamen.
Nach diesen kurzen Abstecher machten die Drei sich auf den Weg zurück in Lager.

Dienstag, 18. November 2014

Berge des Wahnsinns - Stadterkundung

Hier die Übersicht der bisherigen Berichte.
[Spielleiterkommentare in blau]

[Ich würde an dieser Stelle gerne von meinen Vorbereitung des Stadt Kapitels und den Problemen dabei berichten. Da wir die Stadt aber noch nicht abgeschlossen haben, und meine Spieler hier mitlesen, lass ich das an dieser Stelle. Im Fazit zu Band 2 werde ich aber genauer darauf eingehen. Kurz gefasst: Der Stadt Abschnitt ist wirklich Arbeit für den SL! 
Kaum gelandet hielt Starkweather eine Ansprache und beglückwünschte alle zu der bedeutsamen Entdeckung. Danach begann die Expedition damit, sich ein Bild von der Situation zu machen. Der Rand des großen, kreisförmigen  Platzes war umrahmt von Gebäuden. In der Mitte erhob sich ein 6m hoher Schutthügel. Dieser nahm fast die Hälfte des Platzes ein.  Fünf breite Wege führten vom Platz tiefer in die Stadt, zwei waren aber durch den Schutt blockiert.
Die Expedition schlug ihr Lage in einen der leeren Gebäude, am Rand des Platzes, auf. Derweil sammelte Moore Wetterdaten und die Piloten berechneten die Treibstoffsituation. Ihr Ergebnis: Der Rückflug durch den Pass wäre nur möglich, wenn sich die Windverhältnisse ändern. Andernfalls müsste man Richtung Küste und das Gebirge umfliegen, dies würde aber sämtliche Treibstoffreserven beanspruchen und keinerlei Fehler zulassen. [Pilot als Investigative Skill] 
Nachdem das Lager stand, teilte sich die Expedition in kleinere Gruppen um die nähere Umgebung zu erkunden. Dr. Burroughs, Dr. Sinclair und Prof. Gilmore entschieden sich dazu, den Hügel in der Mitte des Platzes zu erklimmen. Beim Anflug sah es so aus, als sei in seiner Mitte ein Schacht in die Tiefe. Und tatsächlich führte eine spiralförmige Rampe 20m in die Tiefe. Auf der Außenwand des Schachtes waren Reliefs und Muster angebracht, einige zeigten die Stadt in ihrerer ursprünglichen Form. Unten angekommen fanden sie unter einer Schneeschicht drei Schlitten und die Leiche eines Mannes, der wie die Wesen in Lake's Lager aufrecht "beerdigt" wurde. Wahrscheinlich handelte es sich um den vermissten Gedney. [Der Verdacht das die fehlenden Polwesen noch am Leben sind/waren, erhärtet sich. Die Stabilität der Gruppe bleibt aber auf positiven Niveau.]
Verschiedene Gänge führten weiter in die Tiefe, die meisten allerdings verschüttet. 2 Gänge fielen den Dreien besonders auf: ein Weg war offensichtlich vom Geröll befreit worden und ein anderer Weg war mit einen alten gelblichen Zettel markiert. Die Gruppe folgte diesem Weg. Auch hier waren zahlreiche Bilder und Friese an den Wänden. Vom Stil glichen sie den Kubismus, waren aber viel befremdlicher. Gilmore nahm sich etwas Zeit um die Abbildungen genauer zu studieren und stellte fest, das es sich um "historische" Aufzeichnungen der Polwesen handeln musste. Burroughs konnte durch die abgebildeten Pflanzen darauf schließen, dass die Abbildungen 200 Mio Jahre in der Vergangenheit mussten.
[Die in der Konvertierung vorgeschlagenen Regeln, zum Umgang mit den Wandbildern und den dazugehörigen Stabilitätsverlust, sind ziemlich hart! Um das ganz etwas zu entschärfen bin ich mit den Informationen großzügiger als vorgeschlagen umgegangen.]  
Am Ende des Ganges befand sich ein würfelförmiger Raum mit 6m Kantenläge. Zwischen dem im Raum verteilten Geröll konnten abgebrannte Streichhölzer, eine leere Taschenlampenbatterie, Felle und ein leeres Tintenfass entdeckt werden. Ausserdem waren im Staub Stiefel und eigenartige, dreieckige Abdrücke.
Die Gruppe machte sich auf den Weg zurück und entschloss sich den anderen Gang weiter zu erkunden. Auf ihren Weg entdeckte Gilmore weitere Wandbilder, die ihm zahlreiche Erkenntnisse über die Polwesen eröffneten. Sein gemurmel über Reisen durch das All und fernen Welten machte Sinclair und Burroughs allerdings langsam sorgen. [Gilmores Stabilität pendelte sich bei um die 0 ein. Zur Info: bei -12 ist man in Trail aus dem Spiel] Nach einigen Räumen und Gängen erreichten sie eine natürliche Höhle. Dr. Sinclair meint eine Bewegung in der Dunkelheit wahrzunehmen. Gemeinsam klettert man einen Abhang hinunter. Unten bemerken auch die anderen ein Rascheln und sehen Schatten umherhuschen. Wir folgen und entdecken eine weiße Gestalt die davon huscht. Burroughs schlich leise tiefer in die Höhle. Nachdem er für einen Moment in der Dunkelheit verschwunden war, erschalte es plötzlich in der Höhle: "Ein BURROUGHS-PINGUIN!" Zu Dritt gelang es ihnen ein Foto des über 1,60m großen, augenlosen, weißen Pinguin zu schießen.
Die Höhle erstreckte sich noch weiter in die Tiefe. Da es aber schon recht spät wurde, entschloss sich die Gruppe zur Rückkehr ins Lager um dort den Anderen von ihren Entdeckungen zu berichten.

Mittwoch, 5. November 2014

Berge des Wahnsinns - Flug über die Berge

Hier die Übersicht der bisherigen Berichte.
[Spielleiterkommentare in blau.]

Der 3.12. begann mit sehr unruhigen Wetter. Während die meisten Expeditionsmitglieder das Camp vor Sturmschäden sicherten, machte sich die Weddell auf den Weg um James Starkweather abzuholen. Der Expeditionsleiter Moore informierte das Team darüber, das man sich sobald wie möglich auf den Weg über die Berge machen wird.
[In Abstimmung mit den Spielern wurde die Besetzung der Flugzeuge festgelegt. Grundsätzlich gab es bei den ausgewählten Teilnehmern keiner besonderen Überraschungen. Neben den Expeditionsleitern und den Zweitcharakteren wurden Peter Sykes (Polar- und Bergführer), Maurice Cole (Arbeiter), Ralph Dewitt (Pilot), Patrick Miles (Flugingenieur) und Dr Richard Greene (Arzt) ausgewählt. Besonderen Wert wurde außerdem auf Bewaffnung und Sprengstoff gelegt. Interessant: Es sollte auch ein Schlittenhund mitgenommen werden.]
Während des Lager gesichert und das verbliebene Flugzeug (die Enderby) beladen wurde, bemerkte Dr. Sinclair Unstimmigkeiten im Lager der Deutschen. Unter dem Vorwand etwas zu suchen beschäftigte Sinclair einen der Deutschen, so das er das Streitgespräch zwischen Acacia Lexington und Dr Mayer aufschnappen konnte. Während Meyer auf einen sofortigen Abflug pochte, bestand Mrs. Lexington darauf, dass die versprochene Ausrüstung erst ins Basislager geliefert werden soll. Sinclair vergegenwärtigt sich nochmals, dass die Deutschen über keinerlei Flugzeuge verfügen, welche die Berge überfliegen könnten. Die Lexington-Expedition hingegen hatte ihr Langstreckenfunkgerät eingebüßt und war bislang von der Starkweather Moore Expedition abhängig.
[Interessanter Einsatz eines Asses Honesty Punktes um bei den Deutschen ein wenig rum zustöbern. Aus Sorge, dass die Deutschen ihre Funksprüche abhören könnten, vereinbarten Spieler außerdem einen Verschlüsselungscode. Dieser basierte auf den Pym Text, der ja in mehreren Fassungen vorlag. Ziemlich coole Idee.]
In der Nacht traf Starkweather endlich ein und nachdem die Weddell komplett beladen war, konnte es am 4.12. um 9:00 endlich losgehen. Auch Lexington und die Deutschen bereiteten inzwischen ihren Abflug vor, brauchten aber länger. Vor dem Abflug wurde Professor Gilmore von Starkweather noch zum offiziellen Fotografen ernannt.
Und dann ging es Richtung Berge. Die Insassen der beiden Flugzeuge wurden während des steilen Fluges ordentlich durchgeschüttelt. Auf 5000m wurden die erste Sauerstoffflasche geöffnet und der Funkkontakt zum Lake-Lager brach ab. Die Spitzen der Berge zeigten regelmäßige Strukturen von denen man allerdings nicht erkennen konnte, ob sie natürlichen und künstlichen Ursprungs waren. Es sind auch immer wieder Höhlen zu sehen. Auf 7200m führt ein ca 2km breiter Pass durch das Gebirge. Unter starken Rückenwind manövrierten die Piloten durch das Nadelöhr. Neben den Flugzeugen erhoben sich die titanischen Gipfel auf bis zu 10.000m.
Der Wind trug nun ein grauenvolles Pfeifen, dem sich keiner entziehen konnte, mit sich. Besonders Ace Tyler machten die dissonanten Melodien zu schaffen. Um 11:23 wurde der Scheitelpunktes des Passes erreicht und die Flugzeuge gingen in den Sinkflug über.
Auf der anderen Seite trauten die Fahrzeuginsassen ihren Augen nicht: Vor ihnen erstreckte sich bis zum Horizont eine monolithische Stadt. Starkweather war völlig aus dem Häuschen und wies Gilmore an Fotos zu machen. Beim einen kurzen Überflug entdecken sie einige besondere Landmarken wie eine Stufenpyramide, ein zugefrorenes Flussbett und weitere ungewöhnliche Bauten. Alles macht einen uralten, stark verfallenen Eindruck und die ganze Stadt war mit einer meterdicken Eisschicht bedeckt, so das nur die Spitzen der zahlreichen zyklopischen Gebäude herausschauten.
Die Flugzeuge landeten auf einen großen freien Platz, Trotz der ungeeigneten "Landebahn" brachte Ace die Wedell sicher runter, Die Enderby hatte kleinere Probleme, aber nichts dramatisches. Der Höhenmesser schätzte die Landehöhe auf 5100m.