Samstag, 29. März 2014

10 tentakelige Lieblings-RPG-Produkte

Auf "Neue Abenteuer" hat Teddy einen Meme aufegriffen und seine 10 liebsten Rollenspiel Produkte gepostet. Inzwischen ist mir auch der OldSchool Papst zuvor gekommen. Leider hab ich keinen der ursprünglichen englischen Artikel zu dem Thema entdeckt. Aber was solls?
Auf jeden Fall eine willkommene Gelegenheit um mein Blog mit weiteren Inhalt zu füllen!

Also hier meine 10 aktuellen Lieblinge (ohne Rangfolge):


Die Parlainth Box (Earthdawn - Link)
Alleine die ingame Posterkarte ist diese Box wert. Aber auch die Hefte und Handouts sind großartig! Wenn es mich irgendwann mal in einen Megadungeon verschlägt, dann am liebsten in die "vergessene Stadt"

Cthulhus Ruf (Fanzine - Link)
Das professionell aufgemachte non-Profit Fanzine ist für mich das Highlight der aktuellen deutschen Veröffentlichungen.

Dungeon Crawl Classics (Grundregelwerk - 
 Link)
Das OldSchool Artwork/Layout ist der Knaller und unheimlich inspirierend. Dazu kommt der Character-Funnel, simple Regelmechaniken und ein Haufen Zufallstabellen. Tolles Teil!

Eyes Only (Delta Green - Link)
Ich bin viel zu spät auf die großartige Delta Green Reihe gestoßen (Cthulhu Now done right!). Eyes Only setzt für mich aber noch einen drauf. Ich freu mich schon auf den DG Kickstarter!

Mein awesome PurpleTentacle Würfelbeutel
Nuff said

Qelong (Lamentations of the flame Princess - Link)
Das kurze Heftchen beschreibt eine Südostasien-Fantasy-Hexcrawl-Sandbox und enthält tonnenweise Ideen und Material um die Spieler in eine wirklich fremdartige und gefährliche Welt zu werfen. Inklusive Vietnamkrieg Anleihen.

Trail of Cthulhu (Grundregelwerk - Link)
Ich bin Cthulhu Fanboy, aber die Regeln haben mir nie wirklich geschmeckt. ToC war diesbezüglich ein ziemlicher Augenöffner für mich und inzwischen gehört das Gumshoe System zu meinen Systemfavoriten. Dazu kommt, dass die Trail Produktreihe neue Wege, abseits der abgetrampelten Chaosium/Pegasus Pfade, beschreitet. Zu Schade, das sich für eine Übersetzung der deutsche Markt selbst blockiert.

Flaschendämon (Shadowrun - Link)
Mein allererstes RPG Produkt! In einer PC Spielezeitschrift (PowerPlay o.ä.) hab ich 199X einen Artikel zu Shadowrun gelesen und wollte das unbedingt spielen. Also ab in den Buchladen und die dicken Bestellkataloge gewälzt (kennt die noch jemand?). Ich hab sogar das Grundregelwerk gefunden, aber 65 Mark? No Way! Also hab ich mir das Abenteuer Flaschendämon bestellt und nichts verstanden! Erst einge Monate später hab ich das SR Grundregelwerk bei einen Kumpel im Regal entdeckt (Zufälle gibts!) und ab da ging es richtig los.

Zeitlose Ängste (Cthuloide Welten Bibliothek - Link)
Das Heft enthält 4 One-Shot Abenteuer in verschiedenen Epochen. Das Erste gefällt mir zwar überhaupt nicht und macht nicht mal beim lesen Spaß. Dafür sind die folgenden Abenteuer um so cooler: Spieler als Kultisten, Gangster im Stil von von John Dillinger und 50er Jahre Thrashfilm Darsteller! Wer, wie ich, auf pulpige und unkonventionelle Cthulhu Abenteuer steht, sollte sich den Band unbedingt ansehen!

Handelsherr und Kiepenkerl (Das schwarze Auge - Link)
Dieses Buch ist das Paradebeispiel für Rollenspielschrott, und somit auch irgendwie ein tolles Produkt. Außerdem hab ich so viel DSA gespielt, das irgendein Produkt hier landen musste.


Und wahrscheinlich fallen mir morgen 10 viel bessere Produkte ein...

Donnerstag, 27. März 2014

Berge des Wahnsinns - Ankunft in New York

Hier die Übersicht der Berichte und Materialien zur Kampagne.

Nach dem Vorgeplänkel ging es in unserer zweiten Session mit den eigentlichen Vorbereitungen für die Expedition los. Bevor ich das Wort wieder an Dr. Martin Burroughs abgebe, möchte ich ein paar erste Eindrücke aus Spielleitersicht nach 2 Sessions loswerden. Wobei ich mich bewusst wage halte, da meine Spieler mitlesen.

Die Kampagne hat wirklich sehr viele Handouts und das ist nicht immer vorteilhaft. Besonders wenn die Handouts länger sind, gerät der Spielfluss gerne ins Stocken. Dazu kommt, das viele Detailinformationen in den Handouts die Spieler gerne auf eine "falsche Fährte" lenken. So ein Red Hering ist mal ok, sollte aber nicht zur Regel werden. Also musste ich an einigen Stellen etwas stärker improvisieren, was bei einer so ausgearbeiteten Kampagne ziemlich knifflig sein kann. Schließlich möchte man sich nicht in Widersprüche verstricken. Bisher hat aber alles funktioniert und spätestens im Eis sollten die Charaktere keine Briefe, Listen und Zeitungsausschnitte mehr finden, oder?
Der "Fließtextstruktur" des Abenteuers und den parallelen Handlungsstränge in verschiedenen Kapiteln hab ich es zu verdanken, das ich inzwischen schon zwei wichtige Information (Ich nenne es mal "Core Clue") übersehen habe und über Umwege an die Spieler bringen musste. 
Das ist zwar alles etwas ärgerlich, dennoch macht mir die Kampagne Spaß und ich freu mich schon auf die nächsten Sessions. Die Spielercharaktere bekommen immer mehr Gestallt und spätestens im Eis wird die Struktur auch offener.

Jetzt aber wieder zu den Aufzeichnungen von Dr. Martin Burroughs (inkl. SL Kommentare)

Juli 1933
Die Suche nach Danforth war ein Reinfall. Das Arkham-Sanatorium kann offensichlich nicht auf seine Insassen aufpassen. Geflohen aus unbekanntem Grund und nicht wieder aufgetaucht, mehr konnte uns der Direktor des Instituts nicht berichten. Unsere einzige Spur war die Information, dass Danforth noch am Abend seiner Flucht in der Miskatonic Universität eingebrochen ist. Wie ich später feststellte, zerbrach er dabei ein sternförmiges Fossil, da er wohl stehlen wollte.
Tyler zeigte mir noch einige Zeichnungen, die er in Danforths Akte im Sanatorium gefunden hatte. [Tyler hat sich in das Büro des behandelnden Arztes geschlichen und die Zeichnungen mitgehen lassen. Da ihm der Skill Locksmith fehlt, durfte er die einzige Probe des Abends erfolgreich ablegen: erschwerte Mechanical Repair] Sie zeigen wahrscheinlich den Fundort und einige der fremdartigen Tiere, die Professor Lake entdeckt hatte. Warum hat er das gezeichnet? Und was wollte er mit dem Fossil? Zu dumm, das wir Danforth nicht nach Details fragen konnten.
Was läuft er auch verwirrt und kaum bekleidet ausgerechnet im Winter weg? Wenn er nach über einem Jahr nicht aufgegriffen wurde, müssen wir wohl davon ausgehen, dass er nicht mehr lebt.

1.-2. September 1933
Es geht los. Die Sachen sind gepackt und morgen reise ich nach New York, erst einmal ins Hotel, bis unser Schiff, die Gabrielle, dann in zwei Wochen in See stechen wird.

Das Hotel lässt nichts zu wünschen übrig, aber unser Schiff hatte ich mir irgendwie beeindruckender vorgestellt. Ich hoffe, die Expedition hat hier nicht am falschen Ende gespart.

Gleich am ersten Tag mussten wir zu Anprobe von entsetzlich unbequemer Expeditionskleidung. Beim Kennenlernen der anderen Expeditionsteilnehmer hatte Moore dann Aufgaben verteilt. Tyler kümmert sich wohl im die Flugzeuge, Lindström macht sicherlich auch etwas wichtiges und ich muss Ausrüstungslisten abharken. Elf verdammte Seiten mit Ausrüstung! Hoffentlich dankt mir später jemand, dass wir nun doch Ölsardinen und nicht, wie fälschlich geliefert, Sardinenöl mitführen werden. [Normalerweise beginnt hier der "Frachtlistenhorror". Anstatt, wie eigentlich vorgesehen, alle Listenpunkte abzuprüfen, habe ich einen Vorschlag aus der Konvertierung übernommen: Die Überprüfungen wird kurz in einer Montage zusammengefasst. Und nach dem Aufbruch werden an entsprechenden Stellen Flashbackszenen eingebaut, in denen die Spieler die Fehler beseitigt haben können. Das Vorgehen hat den zusätzlichen Vorteil das Eigenschaften, die in der Antarktis eigentlich ziemlich unnütz sind, zum Einsatz kommen werden] 

Reporter interessieren sich sehr für unsere Expedition und ich habe ein Interview gegeben. Eigentlich kümmert sich Starkwaether um die Presse, aber ich denke, der wissenschaftliche Standpunkt ist für sie auch wichtig.

4.-5. September 1933
Nach dem Zwischenfall heute um 6 Uhr früh muss ich meine Meinung über Starkwaether revidieren. Ein unmöglicher Mensch, der rumgebrüllt hat, nur weil eine andere Expedition jetzt einige Tage früher startet und von einer Frau geleitet wird. Gegen meine ausdrückliche Empfehlung müssen wir nun auch früher aufbrechen und zudem wird uns noch eine Biologin begleiten – und ich wurde als der Biologe der Expedition noch nicht einmal gefragt! Ich werde klar stellen müssen, dass sie mir assistieren kann und ich nicht etwa ihr Assistent bin.

Mir wurde heute eine anonyme Warnung zugespielt, nicht die Expedition zu begleiten. Wenn ich raten sollte, würde ich sagen, dass war Danforth. Aber wieso? Will er doch noch selbst über die fremdartigen Wesen publizieren? Oder ist er einfach immer noch verwirrt? Mehr Sorgen macht mir unser überstürzter für morgen geplanter Aufbruch.

Über das Motiv der anderen Expedition mache ich mir so meine Gedanken. Was ist deren Ziel? Wollen sie auch die fremden Wesen finden, die Lake – offenbar nicht mehr ganz bei klarem Verstand – mit Abbildungen aus einem Necronomicon genannten okkultistischem Machwerk verglichen hat. Zugegeben, die Zeichnungen erinnert etwas an das Voynich-Manuskript, aber was heißt das schon alles. Ich bin müde und die Tage der Vorbereitung sind doch ungewohnt anstrengend. Auf der Reise wird noch genug Zeit sein, darüber nachzudenken.

6. September 1933
Und jetzt auch noch ein Toter! Der ehemalige Kapitän der Expedition von 1931 sollte uns begleiten und hätte sicherlich helfen können, den Weg von Professor Lake nachzuvollziehen. Doch hat man ihn heute tot aus dem Hafenbecken gezogen. Was hat das zu bedeuten?

Freitag, 21. März 2014

Welches Fantasy RPG soll's sein? - Teil 1: Kriterien

Der ursprüngliche Artikel ist leider etwas sehr lang geraten, darum werde ich das Ganze in 3 Teile aufteilen und in Abständen posten:
  1. Kriterien
  2. Auswahl
  3. Entscheidung
Der Release des Splittermond Weltenbandes hält mir vor Augen: Ich hab Lust auf klassische Fantasy! Und motivierte Mitspieler hätte ich auch greifbar. Aber was wird gespielt? Bei der Entscheidung des Spieles haben die Mitspieler natürlich ein Mitspracherecht. Da ich aber spielleite, hab ich die dankbare Aufgabe die Vorauswahl zu treffen. Wirklichen Einspruch der Mitspieler erwarte ich eigentlich auch frühestens nach einer Testrunde.

Die Auswahl an Fantasysystemen ist riesig, also mach ich zu erst ein paar Rahmenbedingungen fest:
  • Ich möchte eine Klassische EDO Fantasy Welt  (Elven-Dwarf-Orcs); gerne mit exotischen und phantastischen Elementen versetzt, also eher Barsaive als Mittelerde.
  • Die Regeln! Vielleicht der Punkt, der für den meisten Ausschuss sorgen wird. Hier muss das Verhältnis zwischen minimalistisch und komplex stimmen. Ein zum Setting gehörendes System wäre mir lieber als ein Universalsystem. Bestimmte Regelelemente machen ein System für mich eher unattraktiv (bspw. aktive Parade).
  • Deutschsprachiges Material. Ich bin faul und auf deutsch flutscht es einfach besser. Die Einstiegshürde für die Mitspieler ist niedriger und man wirft beim Spiel weniger englische Begriffe um sich. Gerade im Fantasysegment sollte es eigentlich genug deutschsprachiges Material geben. Mal ganz abgesehen davon, würde ich gerne mal wieder die ansässigen Verlage supporten!
  • Das System sollte "Hangouttauglich" sein. Darunter verstehe ich: keine Spezial-Würfel, keine besonderen Materialien (Jengaturm, Schiebepuzzle, Spielkarten), möglichst keine Battlemap-Pflicht und gerne viel PDF Material.
  • Community (optional). Bei meiner Vorbereitung der Berge des Wahnsinns Kampagne merke ich, wie hilfreich eine Community sein kann. Man tauscht sich aus, profitiert von Erfahrungen anderer und hat Zugriff auf noch mehr Material. Auf jeden Fall ein nicht zu unterschätzender Faktor! Ein weiterer Vorteil: Mitspieler die keine bis wenig Material zum eingesetzten System haben, kommen trotzdem gut an Informationen (Beispiel: Wiki Aventurica oder System- und Verlagsforen).
  • Ein regelmäßiger Produktausstoß. Ich beschäftige mich gerne mit einen System und blättere in Quellenmaterial und Monsterbüchern rum. Um so besser, wenn ich cooles Zeug direkt ohne Konvertierung nutzen kann. Außerdem leite ich lieber vorgefertigte Abenteuer, als das ich mir Zeug selbst ausdenke oder improvisiere. (Hätte ich das vor, würde ich wahrscheinlich direkt Dungeon World nehmen) 
  • Man könnte im Zweifelsfall auch Konvertieren. Also eine Welt nehmen, die mir zusagt, und mit SaWo/Fate/BoL/GURPS/nWoD bespielen. Aber ganz ehrlich? Da hab ich eigentlich keinen Bock drauf!
    Ein Komplettpaket aus Setting und Regeln wäre mir lieber.
    Konvertieren ist Arbeit! Welche Settingelemente sollte ich wie im genutzten Regelwerk umsetzen? Und wie setze ich diese um, ohne das System zu zerlegen? Wie konvertiere ich Zusatzmaterial oder Abenteuer?
  • Und abschließend, fern jeglicher Objektivität, gibt es noch den persönlichen Geschmack. Manche Sachen findet man einfach nicht gut ;)
Das wären meine wichtigsten Kriterien um ein passendes Spiel zu finden. Sicherlich werde ich einige Kriterien aufweichen, oder ganz streichen müssen. Aber das kläre ich wenn es soweit ist.
Fortsetzung folgt ...

Sonntag, 16. März 2014

Berge des Wahnsinns - Charaktererstellung und Prolog

Hier die Übersicht der Berichte und Materialien zur Kampagne.

In unserer ersten Sitzung hab ich, zu meiner Überraschung, feststellen dürfen, dass keiner meiner Mitspieler die Originalgeschichte "Berge des Wahnsinns" gelesen hat! Es wäre zwar kein großes Problem, wenn Spieler die Geschichte kennen. Aber ohne Kenntnisse des Hintergrundes wird sich die Kampagne sicherlich etwas interessanter gestallt. 

Zuerst wurden natürlich Charaktere erstellt. Hierbei haben wir keine Pulp/Purist Optionen der Trail of Cthulhu Regeln verwendet. Die optionalen Regeln für Sources of Stability haben wir auch weggelassen, denn in der Antarktis werden sich die Charaktere sowieso nicht mit ihren Liebsten beschäftigen können. Dafür hat der Doktor zur Sicherheit Psychoanalysis hochgeschraubt. Auf mein Angebot sich Cthulhu Mythos mit dem In the Blood Drive freizuschalten hat sich leider niemand eingelassen. 
Da es sich als schwierig herausstellen dürfte, später neue Charaktere in der Antarktis "auftauchen" zu lassen, hat jeder Spieler direkt einen Ersatzcharakter erstellt.

Mit auf die Expediton gehen:
Dr. Martin Burroughs - Drive: Arrogance - Biologe (Scientist) aus Boston, der zu Größeren bestimmt ist
Sören Lindstrøm - Drive: Adventure - schwedischer Matrose (Military - Navy) mit Polarerfahrung 
Adam ‘Ace’ Tyler - Drive: Adventure - patriotischer Pilot aus Arkansas

Und als Ersatzcharaktere:
Vincent "Vince" Teressa - Drive: Bad Luck - Ganove auf der Flucht (Criminal)
Alistair Sinclair  - Drive: Duty - Schiffsarzt, Misanthroph, miesepeteriger Gott in Weiß (Doctor) 
Prof. Dr. William H. Gilmore - Drive: Sudden Shock - Geologe (Scientist), der sich erhofft in der Antarktis Antworten zu finden

Und dann konnten wir auch direkt in den Prolog einsteigen.

Bevor ich aber jetzt alles vorweg nehme, übergebe ich das Wort an Dr. Martin Burroughs:

Juni 1933
Habe von einer Antarktis-Expedition läuten hören, die von einem gewissen Professor Starkweather und einem Herrn Moore geplant wird. War Professor Lake nicht nach sensationellen Funden in der Antarktis umgekommen? Genau. 1931. Gewaltige Berge, sensationelle Fossilfunde und mehr. Leider sind alle Beweise in einem Sturm vernichtet worden. Das könnte interessant sein! Ich sehe schon die Publikationen... Werde einmal an entsprechenden Stellen mein Interesse an dieser Expedition verlauten lassen.

Professor Starkweather hat eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in New York geschickt. Gut, dass auch eine Fahrkarte beiliegt. Das lässt hoffen, dass der Expedition die nötigen Mittel zur Verfügung stehen.

Das Gespräch war wie erwartet kein größeres Problem. Ernst zu nehmende Konkurrenz scheint es keine zu geben. Ich habe daher gleich zugesagt. Sie viel anders als die Expedition in Kanada wird es schon nicht werden. Man muss die Wahrheit nur gut erzählen.

Juli 1933
Es ist schwieriger als erwartet, Teilnehmer der alten Expedition zu kontaktieren. Sie sind fast alle verschwunden. Ich hatte gehofft, sie könnten weitere Details, etwaige Schutzmaßnahmen für die Funde, so wie sie doch eigentlich hätten selbstverständlich sein sollen, berichten.

Habe einige andere Teilnehmer der Expedition (Mr. Lindstrøm und Mr. Gilmore) kontaktiert. Sie berichten von ähnlichen Erfahrungen. Es scheint daher sinnvoll, dass wir unsere Bemühungen koordinieren. Eine gute Übung für das zukünftige Team.

Ein Gespräch bei Professor Pabodie brachte leider wenig Konkretes. Ein Techniker, offenbar verliebt sind seine Erfindung, hat sie nach sich selbst benannt. Der Pabodie-Bohrer! Da hätten Mr. Lindstrøm und ich auch gleich nur Expeditionsbericht einsehen können. Merkwürdig nur, dass ein Teil - am Schluss - fehlt. Es scheint, dass einer der nicht auffindbaren Mitglieder diesen gestohlen hat. Frevel!

Dafür hatte Mr. Gilmore mehr Glück und eine Sammlung von Funksprüchen aufgetrieben, deren Sichtung vielleicht hilfreich sein könnte.


Nächsten Mittwoch geht es weiter, ich bin gespannt ob dann der erste Würfel rollt.

Dienstag, 11. März 2014

Berge des Wahnsinns - die Vorbereitung


Hier die Übersicht der Berichte und Materialien zur Kampagne.

Seit Mitte Januar bereite ich die Call of Cthulhu Kampagne "Berge des Wahnsinns" vor.
Und das ist nicht mal eben so getan. Alleine die 3 deutschen Bände bringen es auf über 750 Seiten. Dazu kommen 2 Expeditionspacks, mit Handouts und Zusatzmaterial, sowie ein Soundtrack.

750 Seiten klingt allerdings mehr als es eigentlich ist. Ein Großteil der Bände ist mit detailverliebten Nebensächlichkeiten gefüllt und viele Informationen sind redundant enthalten.
Die eigentliche Vorbereitungsarbeit stellt also das Filtern der spielrelevanten Informationen dar. Besonders der zweite Band wirkt bereits während des Lesens sehr unübersichtlich und enthält einige, meiner Meinung nach, unpassende Szenen. Eigentlich eine schlechte Ausgangsvoraussetzung für einen Kampagnenstart.
Da mir das Antarktis Setting und der eigentliche Kampagnenplot aber sehr gefällt, mache ich es trotzdem. Der Kram soll schließlich nicht im Regal verfaulen und ich hab ja auch Spaß an der Vorbereitung.

Besonders herausfordernd wird es wahrscheinlich, das richtige Tempo zu finden. Die Kampagne bietet, wie bereits erwähnt, sehr viele Details, Zusatzmaterial und Möglichkeiten für die Charaktere sich auszutoben. Allerdings birgt dies auch die Gefahr, das man sich festbeißt, den Faden verliert oder sprichwörtlich "langweilig staunt". Ich hoffe diesen Problemen durch Verwendung der Trail of Cthulhu Regeln, Anpassung des 2. Bandes und (wohl am wichtigsten) Spieler-Feedback Herr zu werden. 
In den nächsten Monaten möchte ich (und vielleicht auch meine Mitspieler) hier über den Expeditionsfortschritt berichten. Aber ich will auch noch nicht zu viel versprechen, höchste Priorität hat schließlich das Spielen!

Gespielt wird zweimal im Monat über Google Hangout. Und, wie bereits erwähnt, verwenden wir die Trail of Cthulhu Regeln. Dank einer ausgezeichneten Konvertierung (Spoilerwarnung) kann ich das bessere Cthulhu System ohne viel Mehraufwand verwenden. Der Einsatz des wirklich passenden Soundtracks ist über Hangout leider etwas zu aufwändig. Dafür lassen sich die schönen Handouts aber problemlos über einen freigegebenen GDrive Ordner teilen.
Und eine Bitte: Falls es Kommentare gibt, spart euch Spoiler.

Übrigens: Wer die Berge selbst angehen möchte, hat es nicht leicht. Die Kampagne ist leider nur noch sehr schlecht verfügbar. Für die deutschen Bände bezahlt man bei Auktionen Preise im dreistelligen Bereich und auch das englische Original gibt es nur noch gebraucht.
Bezahlbar ist eigentlich nur das englische PDF bei DrivethruRPG. Oder man wartet auf das angekündigte Crowdfounding Projekt von Pegasus.

P.S. Schönen Gruß an tannjew, der seine Kampagnen-Erfahrungen großzügig mit mir teilt!

Montag, 10. März 2014

Tentakel-Spiele? WTF?

Vielleicht kennt der Ein oder Andere meine Videos aus dem Durchgeblättert Blog. Falls nicht: Dort blättern Zwart und ich Rollenspielbücher unter der Kamera durch und kommentieren das Ganze.
Nach etwas über einem Jahr durchblätterei, starte ich hier nun einen Testballon ohne Videos.

Und was soll es hier geben?
  • Eindrücke zu gelesenen Publikationen, für die ein Duchblätter Video zu aufwändig wäre. 
  • Videos, die nichts mit der bisherigen Durchblätterei zu tun haben.
  • Artikel zum Rollenspieler Karneval, sofern das Thema passt
  • Dokumentation und Berichte zu meiner frisch gestarteten "Berge des Wahnsinns" Kampagne
  • Themen die auf Twitter soweit eskaliert sind, das ich meinen Senf nicht mehr in 140 Zeichen bekomme
  • RPG-bezogene Empfehlungen zu Filmen, Podcasts, Brettspielen, Comics etc.
  • Mein Senf zu aktuellen RPG-Themen
  • Eindrücke aus Testrunden
  • Und was mir sonst noch so einfällt
Was es hier aber sicher nicht geben wird:
  • Durchblättert Videos
  • Rezensionen
  • irgendwelche Affiliate Links oder kommerzielle Werbung
  • Rollenspiele mit japanische Schulmädchen und Tentakeln ;-)
Ich bin gespannt wie sich das hier entwickelt!